Der Einzug des Wichtels — So gelingt der magische Moment

Der Einzug ist der Startschuss für die Adventszeit. Gut vorbereitet wird er zu einem unvergesslichen Moment für die ganze Familie.

Der Einzug des Wichtels — So gelingt der magische Moment

Der Einzug ist der Startschuss für die Adventszeit. Gut vorbereitet wird er zu einem unvergesslichen Moment, über den die Kinder noch Jahre später sprechen.

Wann zieht der Wichtel ein?

Der klassische Einzugstermin ist der 1. Dezember — der erste Tag der Adventszeit. Manche Familien lassen den Wichtel bereits Ende November einziehen und kündigen seine Ankunft mit kleinen Spuren an: ein winziges Schild „Baustelle — Wichteltür in Arbeit", Miniatur-Werkzeug oder Sägemehl vor der Fußleiste. Diese Vorankündigung steigert die Vorfreude enorm.

So kann der Einzug ablaufen

  1. Die Tage davor: Kleine Hinweise tauchen auf — Miniatur-Werkzeug, ein winziges Schild oder Sägemehl vor der Fußleiste. Der Wichtel baut noch an seiner Tür.
  2. Der Einzugstag (morgens): Die Kinder wachen auf und finden die fertige Wichteltür! Davor liegt der erste Brief, in dem der Wichtel sich vorstellt, seinen Namen nennt und die Regeln erklärt.
  3. Erste Spuren: Der Wichtel hat bereits seine ersten Einzugsspuren hinterlassen — winzige Fußabdrücke aus Mehl, ein verschobenes Möbelstück im Miniaturformat oder ein kleines Päckchen vor der Tür.

Der erste Brief — Das Herzstück des Einzugs

Der erste Brief des Wichtels ist besonders wichtig, weil er den Ton für die gesamten 24 Tage setzt. Er sollte:

  • Den Wichtel vorstellen (Name, woher er kommt, warum er diese Familie ausgewählt hat)
  • Die Regeln der Wichtelzeit erklären (Tür nicht öffnen, Briefe beantworten, etc.)
  • Vorfreude auf die Adventszeit wecken
  • Eine persönliche Note enthalten (z. B. auf etwas eingehen, das die Kinder kürzlich erlebt haben)

Beispiel-Anfang für den ersten Brief:
„Liebe [Name], ich bin [Wichtelname] und komme vom Nordpol. Ich habe gehört, dass hier eine ganz besonders nette Familie wohnt — und deshalb habe ich mir diese Fußleiste ausgesucht, um die Adventszeit bei euch zu verbringen. Meine Tür habt ihr sicher schon entdeckt! Bitte klopft nicht an — ich bin etwas schüchtern. Aber jeden Morgen werde ich eine kleine Überraschung für euch hinterlassen..."

Tipps für einen gelungenen Einzug

  • Tür erst am Abend des 30. November befestigen, wenn die Kinder schlafen — so ist die Überraschung am nächsten Morgen perfekt
  • Mehlspuren auf dem Boden hinterlassen (kleinen Finger oder Stempel verwenden) — sieht aus wie Wichtel-Fußabdrücke
  • Den Brief sehr klein schreiben oder winzig ausdrucken und rollen — das macht ihn authentisch
  • Dem Wichtel einen Charakter geben: Ist er mutig oder schüchtern? Tollpatschig oder clever? Dieser Charakter sollte durch alle 24 Tage konstant bleiben
  • Name des Wichtels: Klassische Wichtelnamen sind Lumpi, Finn, Nikkel, Totte oder Mette — aber der Wichtel kann auch einen ganz individuellen Namen haben

Was tun, wenn die Kinder aufgeregt fragen?

Kinder werden den Einzug des Wichtels sofort bemerken und viele Fragen haben. Ein paar bewährte Antworten: „Der Wichtel schläft gerade hinter seiner Tür." — „Er ist noch zu schüchtern, um sich zu zeigen." — „Schau morgen früh nach — vielleicht hat er dir einen Brief geschrieben!" Die Ungreifbarkeit des Wichtels ist ein Kern seiner Magie.