Der Auszug des Wichtels — So endet die Wichtelzeit würdevoll

Der Auszug am 24. Dezember ist genauso wichtig wie der Einzug. Liebevoll gestaltet, wird er zum emotionalen Abschluss einer magischen Adventszeit.

Der Auszug des Wichtels — So endet die Wichtelzeit würdevoll

Der Auszug am 24. Dezember ist genauso wichtig wie der Einzug. Liebevoll gestaltet, wird er zum emotionalen Abschluss einer magischen Adventszeit.

Wann zieht der Wichtel aus?

Traditionell verlässt der Wichtel die Familie am 24. Dezember — er muss zurück zum Nordpol, um dem Weihnachtsmann beim letzten großen Vorbereitungsmarathon zu helfen. Manche Familien lassen den Wichtel schon am 23. Dezember ausziehen, damit der Heiligabend ganz dem Weihnachtsfest gehört. Wieder andere verabschieden den Wichtel erst nach Weihnachten, zwischen den Jahren.

Ideen für den Auszug

  • Der Abschiedsbrief: Der letzte Brief ist der wichtigste. Der Wichtel bedankt sich für die schöne Zeit, erinnert an die lustigsten Momente und verspricht, nächstes Jahr wiederzukommen. Er erklärt, dass er jetzt dringend zum Nordpol muss — der Weihnachtsmann braucht ihn.
  • Das Abschiedsgeschenk: Viele Wichtel hinterlassen ein kleines Abschiedsgeschenk: ein Buch, ein Bastelset, ein Foto vom (erfundenen) Wichtel oder eine handgeschriebene Geschichte über seine Zeit bei der Familie.
  • Die leere Welt: Der Wichtel hat seinen kleinen Koffer gepackt und die Miniaturwelt leicht verändert — vielleicht fehlt ein Möbelstück oder die Laterne ist dunkel. Dieser kleine Hinweis macht den Abschied sichtbar und berührend.
  • Die Tür: Je nach Familie bleibt die Wichteltür als Erinnerung stehen oder verschwindet ebenfalls über Nacht — als Zeichen, dass der Wichtel vollständig ausgezogen ist.

Beispiel-Abschiedsbrief

„Liebe [Name], heute ist es so weit — ich muss zurück zum Nordpol. Der Weihnachtsmann braucht alle seine Wichtelhelfer für die letzte große Nacht. Es war die schönste Adventszeit, die ich je erlebt habe! Ich werde nie vergessen, wie ihr [persönliche Erinnerung einfügen]. Macht euch keine Sorgen um meine Tür — sie bleibt stehen, als Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit. Nächstes Jahr komme ich wieder! Frohe Weihnachten — euer [Wichtelname]"

Was tun, wenn Kinder traurig sind?

Manche Kinder sind echten traurig, wenn der Wichtel geht. Das ist völlig normal und zeigt, wie sehr sie die Magie genossen haben. Hilfreiche Antworten:

  • „Er kommt nächstes Jahr wieder — und dann hat er neue Ideen für Streiche!"
  • „Er besucht jetzt andere Kinder am Nordpol — er ist ein sehr wichtiger Helfer."
  • „Die Tür bleibt stehen — vielleicht kommt er manchmal im Sommer kurz vorbei."

Der Sommer-Besuch des Wichtels

Viele Familien haben damit angefangen, den Wichtel außerhalb der Adventszeit kurz zu Besuch zu schicken — als Geburtstagsstreich oder an einem langweiligen Regentag. Ein kurzer Brief, ein kleiner Streich, und die Kinder wissen: Der Wichtel denkt auch außerhalb des Dezembers an sie. Das stärkt die Verbindung und hält die Magie das ganze Jahr über lebendig.

Die Tür einlagern oder dekorativ aufbewahren

Damit die Wichteltür nächstes Jahr noch genauso schön aussieht, sollte sie sorgfältig eingelagert werden. Am besten in einer kleinen Box mit etwas Seidenpapier — so bleiben auch die Accessoires (Briefkasten, Laterne, Fußmatte) sicher aufbewahrt. Manche Familien dekorieren die Wichteltür im Januar um und verwenden sie als Winterdeko bis zum Frühjahr.